Was ist es
Die Zahlen im Profil — Tage hintereinander, Tage insgesamt, Wochen dabei — mit zwei Knöpfen darunter, die es sonst nirgends gibt: eine ehrliche Pause und ein einzelner nachtragbarer Tag.
Deine Zahlen
Profil
Tage in der Pause zählen nicht mit — sie brechen nur nichts ab.
Wieder weckenEinmal in dreißig Tagen. Öfter, und die Zahl bedeutet nichts mehr.
Das Problem, das es löst
Motivation über Verlust hält etwa drei Wochen.
Die Serie ist der dokumentierte Kardinalfehler dieser App-Gattung. Sie trägt eine Weile und kippt dann in Druck — und beim ersten Bruch hört ein erheblicher Teil ganz auf. Wer zwei Wochen weg war und zu einer Null zurückkommt, fängt oft nicht wieder an. Das ist besonders bitter bei einer App, die sonst durchgehend „kein Müssen“ verspricht.
So sieht die Lösung aus
Die Zahl darf stehen bleiben, und man darf sie selbst anhalten.
- 1Gezählt wird ab gesternnicht ab heute Morgen um zehn, wenn das Abendritual naturgemäß noch aussteht.
- 2„Ich bin gerade weg“Die Zahl ruht, bis du sie weckst. Tage in der Pause zählen nicht mit, sie brechen nur nichts ab.
- 3„Gestern nachtragen“genau ein Tag, einmal in dreißig Tagen, rollend gerechnet.
- 4Kein Schutzschild zum Verdienen oder Kaufeneine Pause, die auch so heißt.
- 5Bewusst nicht gebautdie Frage „Bist du unterwegs?“ nach drei stillen Tagen. Eine App, die nachfragt, wo man war, ist genau der Ton, den diese hier vermeidet.
Warum das wirkt
Der wichtigste Befund kommt aus der Gewohnheitsforschung und spricht direkt gegen die harte Serie: Lally und Kollegen begleiteten Menschen zwölf Wochen beim Aufbau einer neuen Alltagsgewohnheit und fanden, dass ein ausgelassener Tag den Aufbau nicht messbar beeinträchtigte. Ein einzelner verpasster Tag ist also kein Rückschlag — er wird nur zu einem, wenn eine Zahl ihn dazu erklärt. Für die Pausenfunktion selbst gibt es keine eigene Studie; sie ist die Konsequenz aus diesem Befund.
- Lally, van Jaarsveld, Potts & Wardle (2010): How are habits formed — Modelling habit formation in the real world. European Journal of Social Psychology 40(6), 998–1009.