Was ist es
Ein eigener Bereich neben dem Journal, in dem festgehalten wird, was zwischen zwei Sitzungen passiert: Beobachtungen, Fragen, die du mitnehmen willst, Situationen, die dazugehören. Am Ende lässt sich daraus ein Bericht erzeugen, den du mitnehmen oder weitergeben kannst — oder auch nicht.
Zwischen den Sitzungen
Seit dem 16. August
- 18.8.Beim Abendessen wieder dieses Engegefühl. Kam, als es um Weihnachten ging.
- 22.8.Frage: Warum trifft mich Kritik von ihr anders als von allen anderen?
- 27.8.Diesmal nichts gesagt und es war okay. Erste Mal.
Das Problem, das es löst
In der Sitzung fällt einem genau das nicht ein, worum es die ganze Woche ging.
Zwischen zwei Terminen liegen sieben oder vierzehn Tage. Was am Dienstag wichtig war, ist am Donnerstag der Folgewoche verblasst — und im Sitzungszimmer sitzt man dann da und redet über das, was zufällig gerade oben liegt. Die eigentliche Arbeit der Woche geht dabei verloren.
So sieht die Lösung aus
Ein Ort, der genau für diesen Zweck da ist und sich nicht mit dem Tagebuch mischt.
- 1Notiz anlegen, wenn etwas passiertkurz reicht.
- 2Fragen sammeln, die du mitnehmen willst.
- 3Vor dem Terminalles auf einen Blick.
- 4Bericht erzeugen, wenn du etwas weitergeben möchtest.
Warum das wirkt
Hier gibt es keinen eigenen Wirksamkeitsnachweis, und die Funktion behauptet auch keinen: Sie ersetzt keine Therapie und ist kein Behandlungsverfahren. Was gut belegt ist, ist der Nutzen von Aufgaben zwischen den Sitzungen — Kazantzis und Kollegen finden in ihren Meta-Analysen einen konsistenten Zusammenhang zwischen erledigten Zwischenaufgaben und dem Therapieergebnis. Diese Funktion macht keine Aufgaben, aber sie hält die Woche fest, aus der die Arbeit kommt. Wichtig: Diese Notizen sind Gesundheitsdaten, und sie liegen ausschließlich auf deinem Gerät.
- Kazantzis, Whittington & Dattilio (2010): Meta-Analysis of Homework Effects in Cognitive and Behavioral Therapy. Clinical Psychology: Science and Practice 17(2).